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SCHACHSEMINAR 29.05. - 01.06.2025
Stemwede-Levern


Alle Seminarteilnehmer auf der Terrasse des Hotels 2025
sitzend: Siegmar, Peter(Referent), Hans-Gerald; vordere Reihe: Angela, Hans-Jürgen, Ulrich, Christoph, Steffen R.; hinten: Klaus L., Finn, Heiner, Jens, Reiner, Klaus N., Herbert



Das deutlich in die Jahre gekommene Haus Schwanensee in Bad Meinberg war leider keine Alternative mehr. Auf der Suche nach einem geeigneten Seminarort erinnerten wir uns an ein großzügiges Hotel in Stemwede/Levern, und 10 Jahre nach unserem damaligen Besuch hat das Hotel Namen und Besitzer gewechselt. Mit der renovierten und in Hotel SchwiizerAlp umbenannten Unterkunft hatten wir eine sehr gute Wahl getroffen.

Die Anreise verlief für alle problemlos. Zum Abendessen gab es Schnitzel und Rösti, dabei wurden auch Sonderwünsche erfüllt. Unser Referent Peter erinnerte zu Beginn an die lange Liste von schon früh im Jahr gestorbenen Schachgrößen: Robert Hübner, Boris Spasski, Vlastimil Hort und Peter Enders. Das Seminarthema „Typische Strukturen erkennen und ‚behandeln‘“ begann anders als in den früheren Seminaren nicht mit einer Partie, sondern mit 3 Stellungen, die sich als der versprochene leichte Aufgalopp heraus-stellten. Die erste Stellung stammte aus dem Endspiel der 14.Partie des abgelaufenen Weltmeisterschaftskampfs, bei dem Ding Liren seinen Titel an Dommaraju Gukesh verlor. Hier interessierte besonders der Begriff der Opposition, und es gab Teilnehmende, die sich an die Stellung erinnerten. Aus der Partie Bodhana Sivanandan (sie hat mit 9 Jahren eine Elo von 2088!) – Arjun Erigaisi (WR Chess Masters Cup 2024) interessierte das Spiel gegen eine passive Figur. Abschließend folgte eine tiefgründige Computeranalyse einer bislang als nachteilig bewerteten Eröffnungsfolge in der Partie Jan Karsten – Kazybek Nogerbek aus der 45.Schacholympiade 2024 in Budapest. Allmählich wurde den Teilnehmenden klar, was die Anführungszeichen um den Begriff ‚behandeln‘ zu bedeuten hatten. Die oben abgebildete Aufgabe 2 sollte uns ins Bett schicken, aber es gab noch viel zu erzählen und so endete der Tag erst nach Mitternacht.

Der Freitag begann mit Frühstück im großzügigen Wintergarten. Danach beschäftigte uns das Unterthema „Reti und die jungen Inder“. Dazu gehörten natürlich auch zwei Partien des WM-Kampfs (11. und 12.). Nach einer leckeren Lasagne zum Mittag machte sich ein Teil der Gruppe auf zum Deutschen Windkraftmuseum in Stem-wede. Eine beeindruckende und an-schauliche Darstellung technischer Zusammenhänge gepaart mit lehr-reichen Hinweisen zur Umweltbildung befriedigte unsere fachliche Neugier. Wir können einen Besuch nur empfehlen!

Am Nachmittag gab es die jährlichen Trainingsaufgaben für die am Seminarort Gebliebenen. Die hatten allerdings längst das auch von Einheimischen gut besuchte Eiscafé entdeckt und lösten die Aufgaben bei Eisbecher und Kuchen. Abends wurde auf der Terrasse mit wachsender Begeisterung das Skatspiel wiederentdeckt; nach Einbruch der Dunkelheit ging es drinnen weiter.

Der Samstag stand thematisch im Zeichen der französischen Verteidigung. Hier analysierten wir u.a. eine Partie von Magnus Carlsen gegen Jan Nepomniachtchi, und Peter flocht seine guten Französisch-Kenntnisse aus seiner früheren Praxis immer wieder mit ein. Nachmittags ging es für Interessierte zum Ausflug nach Kalkriede. In Museum und Park geht es um die Varusschlacht im Osnabrücker Land.

Schachlich gab es am Sonntag Kunterbuntes der letzten 12 Monate und die obligatorische Fragestunde. Die Küche zeigte sich in ihrer Vielfalt noch einmal von ihrer besten Seite, nach dem Dessert ging es für alle hochzufrieden nach Hause.